Montag, 31. Dezember 2012

Ich bin im Mützenwahn.....

Dieses Mal hat meine Inge sich als Model bereit gestellt. Das ist allemal sehr bemerkenswert, weil sie es überhaupt nicht mag fremde Mützen auf dem Kopf zu tragen. Daher habe ich das auch als besondere Ehre betrachten, die mir widerfahren ist. 
 Schon wieder Endlich wieder eine neue Mütze. Habe ja schon lange keine mehr gezeigt. Und wieder ist es eine gehäkelte Granny Mütze von Inken. Das eBook gibt es hier zu kaufen.

Auch für diese Mütze habe ich Wollmeisengarn aus dem Stash gekramt.
Das Grün ist eigentlich ein Petrol und nennt sich Aquarius.
Das Rot ist eigentlich ein eindeutiges Dunkelpink und nennt sich Himbeermund.
Das Lila ist Lila und heißt Lula (neeee quatsch.....natürlich nicht). Vielleicht verrückte Tante?
Egal. Habe es vergessen. Ist auf jedenfall leuchtend lilalig.
Aber ich befürchte, daß wird nicht die letzte Mütze sein, denn ich habe bereits die nächste in Arbeit.
Was ich damit alles machen will? Keine Ahnung. Auf den Kopf setzen...........angeben........schön finden..........zur Seite legen und eine neue machen........egal. Im Moment liebe ich es, diese Mützen zu häkeln. Macht richtig Spaß. Und Inken ist an Allem schuld. Das will ich mal sagen.

Wahrscheinlich werde ich erst dann mit der Produktion aufhören, wenn ich 
genau die passende Mütze für mich gehäkelt habe. 
In der richtigen Farbkombination.
Ich glaube, die habe ich noch nicht ganz gefunden.
Aber ich arbeite dran.

Mittwoch, 26. Dezember 2012

Lieblingsgranny....

Als ich die Häkelmütze von Inken zum ersten Mal in blauer Farbe gesehen habe, da war ich verliebt  und sehr entzückt, weil Inken auch ein eBook dazu anbot.

Jetzt habe ich das eBook wohl schon ein Jahr hier liegen und nie habe ich die Mütze gehäkelt. Warum auch immer. Vor ein paar Tagen hat Inken mir noch einmal den Mund mit einer wunderbaren Mütze wässrig gemacht. Hach! Genau meine Farben. Jawohl! Ich mag solche Farben seeeehr gerne.
Leider habe ich zu lange überlegt und fort war sie. Kein Wunder.

Also habe ich in meinem Wollberg herumgewühlt und ein paar Wollmeisen zum Vorschein gebracht. Daraus habe ich mir jetzt meine eigene Mütze gehäkelt.


In den Farben Tollkirsche, Kürbis und Kornblume ist sie nun fertig geworden. Leider ist das Bild hoffnungslos überbelichtet.
Das dunkle Braun der Tollkirsche ist wirklich seeeehr dunkel und wunderbar warm. Es geht fast ins Weinrot. Der Kürbis ist auch nicht knallorange, sondern eher rostfarben und die Kornblume leuchtend Dunkelblau. Ach was soll's. Bei dem Wetter kann ich schon von Glück sagen, daß ich überhaupt Fotos machen konnte.
 Daten: 
Garn: Wollmeise
Farben: Tollkirsche, Kürbis und Kornblume
Gewicht: 94 g
Nd.: Gr. 3
Mein Kopf hat eine amtliche festgestellte Mützengröße von 56.
Die Granny Squares haben eine Kantengröße von 7,5 cm.
Es reichten trotzdem 6 Squares um meinen Kopf passend und stirndruckfrei zu umfangen.
Inken muß ich ein dickes Dankeschön für das tolle eBook herüberrufen.
Es ist gut und verständlich beschrieben und fotografiert.
Das hat die Sache sehr leicht gemacht.
 Die Mütze von hinten. 
Eigentlich gibt es dazu auch ein Tragefoto, aber da Frau Fadenwirkerin nur spidderige Haarfieselchen auf dem Rücken liegen hat, gibt es ein Bild ohne Kopf. 
Muß mir dringend meine Haare schneiden lassen. Das geht ja gar nicht mehr. tststststs
Und weil mir die Mütze so gut steht
 (O-Ton von Herrn Blechbläser, den ich vorher weder bedroht, noch bestochen hatte)
 habe ich noch eine weitere Mütze angefangen.

Die Farben der Wahl sind dieses Mal:
Aquarius (Petrol)
Wollmeisenlila (Farbennamen reiche ich nach)
Himbeermund.

Samstag, 22. Dezember 2012

Weihnachtswünsche

Ich wünsche Euch
ein frohes Weihnachtsfest
und 
ruhige Tage zwischen den Jahren.
Ich wünsche Euch
Frieden in der Familie 
und 
Gesundheit für Alle 
die Euch am Herzen liegen.

Habt es Gut
und tut anderen Gutes.

Liebe Grüße
Juliane Fadenwirkerin

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Wir sagen Euch an........

...........den dritten Advent. 
Sehet deeeeeer Adventskranz breeeeennt!
Oh, sehet Euch an,
die Mama sie läuft.
Kippet den Tee rein,
die Flamme ersäuft!
Freut Euch Familie!
Freuet Euch sehr!
Schon brennt gahaaaarnix määähr!

Liebe Leute!
Ich kann Euch sagen!
Das war knapp.
*schwitz*

(P.S.: Die Reime sind grauslich, Macht aber nix. 
Bin halt kein Dichter und Pöt).

Dienstag, 18. Dezember 2012

Das Christkind ist zu Besuch.........


Es begab sich aber zu der Zeit, daß ich eine kleine Inge aus dem Kindergarten abholte und sie mir freudestrahlend entgegenrief: Mamaaaaaa! Heute darf ich das Jesuskind mitnehmen!
Welch' Freude! Das Privileg der Vorschulkinder in unserem Kindergarten ist es, das Christkind aus  der großen Kirchenkrippe für einen Tag und eine Nacht mit nach Hause nehmen zu dürfen. Heute ist  Inge dran und unsere Maus hat es schon gefüttert, ihm ganz stolz ihren neuen Tornister gezeigt und wir haben es mit zur Schule genommen um Emma abzuholen.
Ich finde es sehr schön, daß man in der Vorweihnachtszeit in unserem Dörfchen an den verschiedensten Stellen dem Christkind begegnen kann. Herr Blechbläser hat es schon beim Arzt gesehen und im Schuhgeschäft war es auch schon. Immer wird es von kleinen Ärmchen im Weidenkorb geschleppt und kleine Füße sorgen dafür, daß es durch die ganze Stadt wandert. Eine schöne Idee.

Heute Abend wird das Jesuskind bestimmt auch in Inges Bett wandern.
Mit dem Strohbett, denn damit ist die Figur untrennbar verbunden.

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Ich bilde mich........

.........weiter.
Heute habe ich meine Strickliteratur um ein weiteres Buch ergänzt.

Es heißt 
Gossamer Webs
The History and Techniques of Orenburg Lace Shawls
Autorinnen: Galina Khmeleva and Carol R. Noble
Schon lange schleiche ich um die wundervollen Orenburg Tücher herum. Die Muster sind einfach phantastisch. Also habe ich mir, bevor ich mich vor meiner eigenen Courage erschrecke, eine freie Anleitung für den Orenburg Style Shawl von Wendy Engstrom ausgedruckt, ein Garn ausgesucht und bei Elke etwas von ihrem wunderbaren Lammwollgarn bestellt.

Nun bin ich gerade bei der ersten Randborte und habe festgestellt, daß ich noch mehr über die Orenburg Shawls wissen will, zudem gibt es in diesem Buch eine detaillierte Beschreibung, wie ich die Spitzen über die Ecken zu stricken habe, die in der Tuch-Anleitung nicht vorhanden ist.

In meinem jugendlichen Leichtsinn dachte ich, daß ich dieses Buch "einfach" und "mal eben" ratzifatzi bestellen könnte. Aber Pustekuchen. Falsch gedacht. Das Buch wird zur Zeit nicht neu aufgelegt und verkauft werden nur noch Restbestände.
Diese Tatsache hat den Preis für dieses Buch in teilweise astronomische Höhen getrieben.
Für neue Bücher werden Preise zwischen 70,- und 130,- Euro verlangt. Gebrauchte Bücher gibt es ab ca. 39,- Euro. Halloo???!! Geht es noch? Kann ich vielleicht wie Rumpelstilzchen aus Stroh Gold spinnen? Neeee! Kann ich nicht. Extra über den großen Teich wollte ich das Buch auch nicht kommen lassen, denn ich kann es nicht leiden, wenn Versandkosten und Einfuhrsteuer eine Ware so schrecklich verteuern.

Also habe ich gesucht und gesucht und gesucht und bin fündig geworden. Bei Wingham Wool Work habe ich ein neues Buch für umgerechnet ca. 14,- Euro bekommen. Nun ist es dort auch ausverkauft. Da habe ich wohl Glück gehabt. Der Shop ist zu empfehlen. Mein Buch hatte ich innerhalb einer Woche. Das ging sehr zügig.

Die ersten Seiten habe ich schon durchgelesen und ich bin sehr angetan. Es liest sich leicht und locker und ist sehr interessant.
Jetzt kann ich auch wieder die Nadeln qualmen lassen.

Nun brauche ich nur noch eine spitze 2er  Rundnadel mit perfektem Übergang von Seil zur Spitze.
Empfehlungen nehme ich gerne entgegen.






Mittwoch, 5. Dezember 2012

Ja, ist es denn zu fassen?

Kaum wandelt Frau Fadenwirkerin schlappe 37 Sommer auf der Erde, schon wird sie von der ersten Hitzewelle ihres Lebens überrollt. *schnauf* Und das bei knappen 2°C. Hätte im T-Shirt draußen herumlaufen können und wäre nicht erfroren........ Dann hätte ich auch nicht mein Oberteil so naß geschwitzt.
Na herrlich!
Nicht nur ein eisengrauer Kopf, sondern auch noch Hitzewallungen...............

P.S.: Ich habe gelogen! Es war ja gar nicht die erste Hitzewelle. Die erste hatte ich in der letzten Woche und dachte noch, daß ich plötzliches Fieber habe.......... HA! Von wegen!

Dienstag, 4. Dezember 2012

Das Erbsensuppendrama.............

............ging heute in die X-te Runde.

"Welches Erbsensuppendrama?" wird sich manch Eine von Euch fragen. Ich berichtete noch nicht davon. Ist ja auch irgendwie ziemlich peinsam für mich, daß ich ums Verrecken keine anständige Erbsensuppe auf den Tisch bekomme.

Hätte ich ein Erbsensuppenrestaurant, dann stünde auf meiner Speisekarte:

- Erbsensuppe lecker 
(gibts heute nicht und gab es auch noch nie)

Anzubieten sind:
- Erbsensuppe à la Knackdenzahn 
mit steinharten Erbsen (auch nach stundenlangem Kochen)
- Erbsenuppe à la totes Meer 
(mit dem gleichen Salzgehalt)
- Erbsensuppe à la Mörtel 
(1a Pamp, fast schnittfest, auch zum  Hausbau geeignet)
- Erbsensuppe à la Waldbrand 
(mit extra schwarzen knusprigen Stückchen und starkem Rauchgeschmack)

So, heute ich hatte ich à la Waldbrand. 
Bin aber schnell genug zum Löschen gekommen und habe doch noch im zweiten Anlauf eine vernünftige Erbsensuppe gekocht. Leichte Tendenz zum Mörtel, aber noch ist sie
genießbar. Die Erbsen sind auch fast gar geworden. Ein leicht grusiges Gefühl im Mund bleibt dennoch.
*seufz*
Ich werd' es nie lernen.


Mittwoch, 28. November 2012

Ein neuer Lampenschirm.........

Vor ungefähr dreiunddrölfzig Jahren haben wir beim Möbelschweden eine Lampe gekauft. Der Lampenschirm war aus Reispapier und mittlerweile oberschmuddelig und sehr unansehnlich.
Bäh!
Zu guter Letzt habe ich ihn dann auch noch komplett zerstört. Ich hatte mich mit Schwung in meinen Lieblingssessel gesetzt und dann meine Beine übereinandergeschlagen.
Bei der Aktion habe ich dann auch gleich meinen Fuß durch das Reispapier gestoßen.
Metamorphose vom Reispapier zum Reißpapier. *wääääh*
Es war einfach nur noch schäbbig.
Da Herr Blechbläser und ich keinerlei Lust verspürten, wegen eines kaputten Lampenschirmes gleich eine neue Lampe zu kaufen, habe ich mich heute hingesetzt und aus dünnem weißen Baumwolltuch aus Oma Ännes Beständen einen Schirm genäht.

Diese Näharbeit hat sogar mich nicht überfordert. Einfach eine Röhre mit einem Durchzug oben und unten genäht. Übergeworfen, zugezogen und Schleifchen gebunden. Fertig.

Und das Schöne daran ist, daß ich diesen Überwurf auch waschen kann. Neee wat fein.......

Bitte um Ruhe................


Ich nähe! *zungezwischendiezähneklemm*

Samstag, 24. November 2012

Swallowtail Shawl

Ob Ihr es glaubt oder nicht, aber dieses Tuch oder besser gesagt, die Absicht es zu fertigen, begleitet mich nun schon fast ein Jahr. Im letzten Jahr hatte mir Barbara dieses wunderbare Tuch zum Geburtstag geschenkt.
Natürlich habe ich es auch stolz Spazieren geführt. Dabei erspähte meine Mutter das Tüchlein und hätte es mir am Liebsten gemopst.

Da ich aber nicht im Geringsten gewillt war, auf mein Geburtstagsgeschenk zu verzichten habe ich meiner Mutter zu Weihnachten 2011 einen Gutschein für so ein Tüchlein geschenkt.
Damit nahm das Drama seinen Lauf, denn war ich zwar motiviert mit dem Tuch anzufangen, so kühlte sich mein Tatendrang recht schnell ab, als ich merkte, daß die Häkelschrift mein geringes Können auf dem Häkelsektor schlichtweg überforderte.

Mensch, was habe ich mir einen Abgebrochen beim Versuch, dieses vermaledeite Tuch zu häkeln.
Und irgendwann im Sommer diesen Jahres ging gar nichts mehr. Das Tuch lag in meiner Handarbeitskiste (gaaaanz tief unten, damit ich das Elend nicht mehr sehen mußte) und wuchs um keinen Millimeter. Also habe ich kurzerhand Nägel mit Köppen gemacht und alles wieder geribbelt.
Weg. Fort. Reset. Was soll meine Mutter mit einem Tuch, in dem mehr Flüche stecken als es der Gesundheit zuträglich ist? Das schien mir nicht richtig.

Und frei nach dem Ausspruch meiner Oma Tine: "Nu mach' doch, was Du kannst!" habe ich mich auf die Strickerei zurückbesonnen.

Nun habe ich ein Swallowtail Shawl gestrickt. Auch das war kein Zuckerschlecken, denn das Garn war für Häkelarbeiten ideal, aber nicht  zum Stricken. Zu dünn, zu flutschig, zu störrisch.
Aber ich habe die Kuh vom Dach bekommen und bin nun richtig stolz, obwohl ich auch hier Federn gelassen habe. Nach der Fertigstellung war mein linkes Schultergelenk so sauer, daß ich eine Woche lang nicht stricken konnte.
Daten.
Swallowtail Shawl von Evelyn A. Clark
Gewicht: 45 g

Und endlich kann ich meiner Mama das versprochene Weinachtsgeschenk geben. *räusper* Passend zum Advent des Folgejahres. Nun ja. Die Zeit fliegt aber auch. Du meine Güte....

Donnerstag, 22. November 2012

"Tu mich nicht das Hemd am Flattern machen...."

...........oder "Ich mach' mir doch nicht die Buchse mit der Kneifzange zu!"
Das erste Mal hatte Emma heute ihre Aufgabenzettel in der Schule liegen gelassen. Sie sagte mir das sehr besorgt um dann erleichtert festzustellen, daß ich mich darüber nicht aufgeregt habe.
Emma ist zuverlässig und vergißt selten etwas. Ich sah keinen Grund für Ermahnungen.

Allerdings fand sie es nicht besonders toll, daß sie dann die Hausaufgabe am, eigentlich aufgabenfreien, Freitag nachholen müsse. Nun ja. Das ist halt Schicksal. Dafür braucht sie heute nicht mehr arbeiten.

Allerdings brachte sie dann eine Bemerkung meiner Inge auf folgende Fährte:
Wenn ich mal keine Lust habe die Hausaufgaben zu machen, dann "vergesse" ich sie halt. Nacharbeiten kann ich sie ja immer noch und Mama regt sich nicht auf. Prima!

Als es bei dieser Erkenntnis verschmitzt in ihren Augen aufblitzte, sah ich mich dann doch gezwungen sie auf Folgendes hinzuweisen:
Wenn ein Mädchen in dieser Familie zu häufig ihre Aufgaben vergißt, dann bekommt sie eine extra Hausaufgabe von mir gestellt und muß die Schulaufgabe trotzdem noch am nächsten Tag nacharbeiten.

Ich mußte doch heimlich in mich hineinlachen als ich buchstäblich an Emmas Gesicht ablesen konnte wie sie eine Kosten-Nutzen-Rechnung aufstellte und das Konzept "vergessene" Aufgabe als völlig uninteressant verwarf. *gacker*

HA! Von wegen! Einem alten Huhn das Flattern beibringen wollen........

Montag, 19. November 2012

Flaute im Moment......

Der Herbst hat zugeschlagen. Bei mir herrscht Flaute im Blog. Nicht das ich nichts mehr werkeln würde. So ist es nicht, aber im Moment habe ich zwei Geschenke in Arbeit, die ich nicht verraten möchte.
Das eine Projekt ist nun fertig und kann zu seiner Besitzerin wandern.
Das Andere mit den gefühlten dreitausendfünfhundertdrölfzig Maschen muß die nächsten Tage im Schneckentempo wachsen, denn ich habe mir beim Stricken mein linkes Schultergelenk so sehr vergrätzt, daß ich es nun ein wenig in Ruhe lassen muß. Wie das passieren konnte ist mir immer noch ein wenig schleierhaft.

Trotzdem bin ich nicht untätig und spinne ganz fleißig. Dabei kann ich meinen linken Arm locker in den Schoß legen und nur mit den Fingern ein wenig das Faserbündel halten. Spinnen im kurzen Auszug ist also auch mit schmerzendem Schultergelenk gut möglich.

Meine Familie bietet mir im Moment auch kaum Munition um zu schreiben und das Leben plätschert langsam vor sich hin. Am Freitag sage ich jedesmal: "Aber gestern war doch noch Montag!"

So sieht es im Moment aus im Hause Fadenwirkerin. *gääääähn* Fast totlangweilig möchte man meinen. *giggel*


Donnerstag, 15. November 2012

Das Schweigen der Belämmerten......

Da habe ich mir gestern doch glatt wieder einen typischen Jule geleistet. Tststss. Ich werde alt. Glaube ich. Alles spricht dafür.

Aber es ist gut, daß ich meine faule Bande habe, denn gestern rissen sie mich ungewollt vom Fettnäpfchen weg in das ich fröhlich pfeifend mit Volldampf fahren wollte.

Gestern Nachmittag sollte es in die Bücherei gehen. Ob des guten Wetters selbstverfreilich per pedes. Kann ja nicht schaden ein bißchen frische Landluft zu schnuppern und die guten Bauernhofkeime in die Lungen zu saugen. Kaum hatte ich jedoch um 15:00 Uhr zum Aufbruch geblasen, da kam  mir der Gegenwind schon auf der Treppe zu den Kinderzimmern entgegen. Windstärke 10!

"Aaaach Mamaaaaa! Wir spielen doch gerade sooooo schön. Kannst Du nicht alleine gehen und wir bleiben hier?"
Hallo? Wer will denn immer Hörkassetten und Bücher haben? Ich doch wohl nicht (bin im Moment noch gut versorgt).
"Du kannst uns doch was mitbringen. Du darfst Dir die Sachen dann auch aussuchen!"
Oh wie überaus großzügig. Pffffff.

Und was habe ich rückgratlose Mutter zweier Minizicken gemacht? Das Hasenpanier ergriffen und bin zurückgerudert.
Ich habe mich also entschieden auf Herrn Blechbläser zu warten um dann ganz alleine (welch'Luxus) zur Bücherei zu wandern.
Gegen 15:30 Uhr sollte es losgehen.

So weit so gut. Um 15:30 Uhr wollte es das Schicksal aber, das es an der Türe klingelte. Nanü?
Wer steht denn da vor meiner Haustür? Wehe es ist wieder so ein Himbeertoni von irgendwelchen Versorgungswerken, der mir an der Tür ein Geschäftsgespräch aufzwingen will.......

Ich machte also die Tür mit Schwung auf und vor mir stand.................. meine Freundin, (ihreszeichens Patentante meiner Emma) mit ihrer kleinen Tochter, die wiederum mein Patentöchterchen ist.
Ich glaube, ich habe für einen Moment aus der Wäsche geschaut wie eine Kuh wenn es blitzt.
Kurzfristig dachte ich noch völlig belämmert, daß die beiden sich durchaus hätten anmelden können.

Und dann fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren! Ich war verabredet. Jetzt! Zum Kaffee!
Kreisch!!!!! Und ich Dussel hatte das total vergessen!!! Na, sowas ist mir auch noch nicht passiert.
Ich habe es gerade noch so geschafft, die Lämmerherde ruckzuck aus meinem Gesicht zu scheuchen und die Beiden reinzulassen als ob ich sie erwartet hätte. *jauuuuul*

Hachjaaaa. Gut, daß meine Mädels zu faul zum Laufen waren, ansonsten wäre ich gestern dermaßen ins Fettnäpfchen gestampft, das ich für den Rest des Jahres keinen Mangel an Streichfett gelitten hätte.

Kuchen gab es natürlich keinen, nur muffige Kekse (Familieninsider). Aber die haben auch gemundet.

Montag, 12. November 2012

Schaut mal.......

......die liebe Kirsten feiert ihre Leserschaft, 
die auf 50 angewachsen ist.
Auf geht's zum Inselzauber.

Mittwoch, 7. November 2012

Aufräumaktion im Blog.....

Ihr Lieben,

es ist mal wieder soweit. Mich hat die Aufräumwut gepackt und ich werde in den alten Beiträgen kräftig aufräumen und löschen. Bin gerade im Jahre 2008.
Falls Eurer Dashboard also alte Einträge von mir anzeigt, dann liegt das daran, daß ich in dem Post herumgepfuscht habe und ihn aktualisieren mußte.

Mittwoch, 31. Oktober 2012

Meine schöne Mütze für unter den Fahrradhelm

Eine ganz einfache Mütze in Anthrazit. 
Garn: Zitron Filigran 
Farbe: Anthrazit.
Pinker Rand: Zitron Trekking Handart
Als Blickfang habe ich einen Streifen aus pinker Sockenwolle aufgestickt. Ich finde, es sieht hübsch aus. Ich mag diese Mütze sehr und ich mag auch das Garn sehr. Es ist hochwertig, weich, gibt ein ebenmäßges Strickbild und läuft gut auf der Nadel.
Leider piekst mich die Mütze trotzdem ganz schrecklich an der Stirn. Ich werde wohl ein Schweißband aus Fleece einnähen und schauen, was dann passiert.

Dienstag, 30. Oktober 2012

Erkenntnis des Tages..........


Wissen ist nicht Alles.

Das ich 1436 Maschen auf der Nadel habe,
hätte ich bei näherer Betrachtung lieber nicht gewußt......

Also baue ich im Moment darauf, daß mich mein phänomenal schlechtes Zahlengedächtnis nicht im Stich läßt und mich gnädigerweise wieder in den wunderbaren Urzustand der
völligen Unkenntnis über die Maschenanzahl auf meiner Nadel zurückschickt. 
(,,,,,,,,,,,,,,,,)
 ( hier eine Tüte Kommas zur freien Verteilung im o.g. Satz)

Im Moment versuche ich es mit folgender Taktik:
Nicht das große Ganze händeln wollen,
sondern immer nur die nächste Masche.

Einladungskarten zum Kindergeburtstag...

...eine ganze Pferdeherde (Shetys) haben meine Mädchen und ich unlängst gebastelt, denn Emmas Geburtstag jährt sich zum siebten Mal und natürlich müssen wir alle Kinder standesgemäß einladen. Dazu gehört natürlich auch, daß Emma und Inge auch eine Einladungskarte bekommen.
Die Vorlage stammt aus einem alten Malbuch des Topp-Verlages von Pia Pedevilla und es heißt "Auf dem Bauernhof". Emma wollte unbedingt eine Pferdeeinladungskarte. Von Vorne sieht man also Pferdchen und auf der Rückseite ist die Einladung geschrieben.
Uns hat es wieder einmal Spaß gemacht zu basteln.

Montag, 29. Oktober 2012

Wunderbare Überraschungspost aus Sylt

Ganz liebe Post erreichte mich in der letzten Woche und ich war zuerst  total verwirrt als mir der Postbote ein recht großes Paket in die Hände drückte. Zuerst dachte ich, daß ich mittlerweile einen an der Waffel habe und das ich mich nicht mehr an meine Bestellungen erinnern kann.
Allerdings nahm mir ein schneller Blick auf den Absender diese Sorge und ersetzte sie durch freudige Erwartung., denn es stammte von Frau Inselzauber Dabei mußte ich noch ca. 2 Stunden darauf warten,  bis ich das Packerl gescheit öffnen konnte. Dann war es aber soweit.
Heraus kullerte etwas, daß unförmig war und leicht nach Schaf duftete.
"Wolle!" hauchte ich entzückt.
Jawoll!
Wolle!
Wunderbare Spinnwolle von den Morsumer Deichschafen auf Sylt. 
*hach* Welch' eine Freude.
Schaut mal hier:
So schön sauber ist die Wolle (einmal im kalten Wasser gewaschen). Heu und Blümchen sind zu vernachlässigen. Streu ist keines zu erwarten. Ganz ganz besonders schön. Eine Hand voll habe ich bereits aus der Flocke versponnen. Auch das geht sehr gut und ich bin ganz begeistert.
Hier habe ich mal eine der Flocken herausgezogen.
Sie hat eine Stapellänge von ca. 7cm und einen wunderbaren Crimp.
Liebe Kirsten, ich habe mich so sehr über Dein Nachgeburtstagsgeschenk gefreut. *tirirliii*
Vielen Dank.

Frau Fadenwirkerin wandelt auf Abwegen.....

Jawohl! Das tue ich und zwar ohne schlechtes Gewissen.
Habe ich mir doch erst vor kurzer Zeit eine wuuuuuuunderbare Mütze aus Zitron Filigran gestrickt.
Das Garn ist ja wirklich wunderbar. Gut versponnen, weiches und edles Material. Herrlich.

Aber irgendwie scheint meine Denkerstirn das nicht zu finden, denn diese schöne Mütze piekst mich an der Stirn langsam aber sicher zu Tode. *schnauf*
Dabei habe ich sie extra für den Einsatz unter dem Fahrradhelm gestrickt, damit ich keine kalten Ohren bekomme.

Tja und heute bin ich dann wieder einmal mit rotgekratzter Stirn durch die Innenstadt gefahren und dann sah ich meine Rettung.
Ein herrlicher Grabbeltisch mit dünnen Strickmützen aus 100% Polytierchen. Die Leute haben zwar dumm geschaut, als ich mit quietschenden Fahrradbremsen und laut aufjaulend vor dem Geschäft anhielt, aber das war mir egal.
Habe gleich drei Mützen besorgt. Für mich und meine beiden Mädchen. Denen fehlte auch noch sowas.

Die Polydingsbumsmütze habe ich dann auch direkt aufgesetzt und das war ja sowas von weich und unpieksig. Da konnte ich mir einen wohligen Seufzer nicht verkneifen.


Tja. So ist das nun mal. Die schonungslose Wahrheit. Ich bin ja bei Strickgarnen immer darauf bedacht so viel Natur wie möglich zu verwenden und meinem Hals macht die Piekserei gar nichts aus. Meinem Kopf aber schon und ich habe bis jetzt noch keine Naturfaser gefunden, die nicht fusselnd und so weich ist, das sie nicht auf meinem Kopf herumpiekst und jetzt hatte ich einfach mal den Papp satt.

Vielleicht stricke ich mir nochmal aus Yak eine Mütze. Aber bis ich das Garn fertig gesponnen habe vergeht noch ein Weilchen.

Freitag, 26. Oktober 2012

Eigentlich wollte ich einen Post schreiben......

.....aber uneigentlich haben mich meine beiden Mädchen gerade so sehr mit Kleinkram auf Trab gehalten (jaaaa, auch bei uns ist bereits Bettzeit......schon lange eigentlich), daß ich gerade keine Lust mehr habe. Mir sind die wohlvorbeiteten Worte einfach aus dem Kopf gefallen. Vielleicht gibt es dann morgen einen neuen Versuch.

Dienstag, 23. Oktober 2012

Die Apfelmusaffäre........

oder: "Oh! Ihr untreue Bande von Sprösslingen!"

Das die jüngere Generation der Familie Fadenwirkerin nicht uneingeschränkt begeistert von meinen Kochkünsten ist, das ist mir wohl bekannt.
Am Mittagstisch kann ich daher Evolution im Liveticker erleben.
Plötzlich wachsen meinen Mädchen lange Zähne..........ganz lange Zähne......mit denen sie vorsichtig auf der aktuellen Löffelladung nach essbarer Nahrung gründeln.

Heute allerdings sonnte ich mich kurzfristig in ihrem Wohlwollen. Für ca. 3 Sekunden.

Meine Nachbarin kochte, nach erteilter Mopserlaubnis, aus unseren Äpfeln ein leckeres Apfelmus.
Ich mag Apfelmus. Ich liebe Apfelmus. Ein paar meiner Äpfel brachte sie mir dann als Tributzahlung in Form einer dampfenden Schüssel Apfelmus wieder.
Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, daß wir am Abendbrottisch über das warme Apfelmus hergefallen sind.
Nach ihrem dritten Schüsselchen schmatzte Emma vernehmlich: "Mmmmmmhhhhh! Alex kocht das allerbeste Apfelmus der gaaaaanzen Welt!"
Jau, mit meinen Äpfeln Du untreue Tomate! Nach einem schnellen Seitenblick zu mir meinte sie aber dann: "Aber Mama kocht auch das beste Apfelmus der Welt........... 
"Hach, mein süßes Kind, Du erfreust mein Herz und Deine Worte klingen wie der Gesang der Nachtigall" dachte ich so bei mir und griente ca. 3 Sekunden glücklich in mein eigenes Schüsselchen. Leider war Emma noch nicht fertig: ".......das schmeckt nur nicht so gut!"

*mpf* Also, ich weiß auch nicht, was ich in meiner Erziehung falsch gemacht habe......*grummel* Aber Morgen! Morgen! Morgen, werde ich der Alex eine ordentliche Standpauke halten.
Es ist wirklich nicht in Ordnung von ihr so ein gutes Apfelmus zu kochen.......

Freitag, 19. Oktober 2012

Meine fast-wie-in-Kolumbien-Sonnenschein-Tasche ist fertig

Heute habe ich den Schulterriemen endlich fertig bekommen und angebracht und dann habe ich mir ganz genüßlich meine Münsterland-Mochila umgehängt.
"Ahhhhhhhhhhhhhh!"
Diesen zufriedenen Seufzer konnte ich mir nicht verkneifen. Aber den habe ich mir auch verdient, denn die Tasche ist ein absolutes Lieblingsstück geworden.

Und..........wie ich mir habe sagen lassen..........total hipp in Paris.........*grins*
Die Häkeltechnik, die ich benutzt habe, heißt Tapestry Crochet und ist, wenn man feste Maschen beherrscht, ohne Probleme zu bewältigen.
Jedem, der sich diese Häkeltechnik aneignen möchte, dem lege ich die wunderbare Homepage
und den Blog von Carol Ventura wärmstens ans Herz.
Alles, was man zum Tapestry Crochet wissen muß findet man dort gebündelt. Vielen Dank dafür.
Daten:
Garn: Lang Yarns Quattro (100% Baumwolle)
Lauflänge: 125m/50g
Muster: Eigene Idee, bestehend aus 5 verschiedenen Farben (pink, lila, türkis, orange, weiß)
Gesamtgewicht Tasche und Schulterriemen: 325g.
Durchmesser Boden: 22cm
Höhe: 33cm
reiner Materialpreis: ca. 14,- Euro
Arbeitsstunden: *schnauf* nicht zu zählen. Viele. Zumal ich nicht nur an der Tasche gearbeitet, sondern auch einige Stunden auf das Recherchieren und Üben der Technik verwendet habe. Diese Recherchearbeit und Übungsstunden sind allerdings am fertigen Werk kaum abzulesen.
Ich hätte mir so eine Tasche für ca. 170,- Euro kaufen können. Erst war ich der Meinung, daß das zuviel Geld für eine Tasche ist. Jetzt, wo ich genau weiß, wieviel Arbeit in dieser Tasche steckt, kann ich nur hoffen, daß jeder Cent bei der handarbeitenden Frau ankommt, denn die hätte jeden davon redlich verdient.
Den Schulterriemen habe ich einer Webtechnik hergestellt, die ich bis dato noch nicht kannte. Sie nennt sich Fingerweben/ finger weaving.
 
Die Arbeit am Schulterriemen hat so viel Zeit in Anspruch genommen, weil mir das Fingerweben keinen Spaß macht und immer dann, wenn mir eine Handarbeit keinen Spaß macht, bekomme ich eine akute Starteritis und gehe mit Volldampf an andere Projekte. *schäm*
Aber jetzt habe ich mir selber in den Allerwertesten getreten und habe den Riemen fertig gemacht.
Er ist jetzt ca. 110cm lang und ca. 3cm breit.
Die Kette besteht aus 44 Einzelfäden, die ich auf 260cm abgelängt habe.
Zum guten Schluß:
Es gab viele Anfragen nach einer Anleitung zu dieser Tasche, aber die wird es von mir nicht geben,
denn die Häkeltechnik wird auf der oben genannten Homepage sehr anschaulich beschrieben und das Muster sollte alleine der Fantasie der späteren Besitzerin überlassen bleiben. Mit Filzstift und Karopapier lassen sich wunderbare Muster auf das Papier bannen und so wird jede Tasche ein Unikat.

Hier im Münsterland wird allerdings ab jetzt, selbst bei stürmischem Regenwetter die Sonne scheinen. 
Immer dann wenn ich meine Tasche umhänge.

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Ist es ein Wärmer für die Muckefuckkanne?

........oder ist es eine bunte Schnecke??.......
.......mmmmhhhh.....auch wenn es fast so aussieht, so ist es doch ein wunderbar kuscheliger und warmer Winterschal aus reinem Alpaka....
Das Garn ist ein Traum. Ich habe vor vielen vielen Monden..........damals.......zu Wikingerzeiten.............ein Tütchen mit vielen verschiedenfarbigen Knäuelchen Alpakarestgarn aus einem Tauschpaket genommen. Es waren ca. 130g und wohl die Überbleibsel eines größeren Projektes.
Aber diese Restchen waren so köstlich anzufassen, so weich, so schmelzig herrlich in der Hand, das ich sie u n p e t i n k t eintauschen mußte.

Jetzt habe ich einen schönen und 1,70m langen Winterschal daraus gestrickt.
Die Anleitung haben ich bei Ravelry gefunden. Sie ist frei und das Muster heißt "Gathered Scarf" von Marise Roudier. Das Muster ist toll und rollt den Schal zu einem warmen und kuscheligen Schlauch zusammen.
Das Garn ist von La Droguerie und zu meinem großen Entzücken habe ich festgestellt, daß das Voila in Münster dieses Garn im Sortiment hat. *freu* Somit ist es in greifbarer Nähe und ich weiß schon, wohin mich mein nächster Münsterbesuch führen wird.

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Emma hat den Dreh' raus..........

Das Garn, das hier auf der Spule liegt, das hat meine Emma ganz alleine gesponnen.
Sie hat die Fasern vom Kammzug abgerissen, dann locker gezupft und sie dann versponnen.
Das war einfach umwerfend. Plötzlich klappte der kurze Auszug, plötzlich war die Hand mit dem Faserbündel nicht total verkrampft. Auch wenn sie immer das Mantra: "Nicht zu fest halten.........nicht zu fest halten.......nicht zu fest halten........." murmeln mußte.
Welch ein Erfolg für meine Maus!
Wenn sie dann mal mit der Hand verkrampfte, dann reichte eine kleine Berührung mit der Hand und schon lockerte sie sich wieder. Ab und zu wurde sie mit dem Treten schneller und auch da reichte das Schleifgeräusch meiner bremsenden Hand um sie wieder in Tritt zu bringen.
Heraus kam ein wunderbares Singlegarn, daß sie dann mit einem roten Konenfaden verzwirnt hat.
Drei Nachmittage haben wir dafür gebraucht. Immer wenn die Hände müde wurden und der Faden anfing zu reißen, haben wir Schluß gemacht um am nächsten Tag weiter zu arbeiten.
Heute hat sie dann in Eigenregie das fertige Garn abgehaspelt und gebadet. Allerdings war sie noch nicht so richtig begeistert von der Tatsache, daß nasse Wolle vorsichtig gebadet werden sollte und nicht ordentlich durchgestrubbelt und durchgewalkt.
Da sie das Wollebadewasser aber später zum Spielen und Plantschen benutzen durfte, war sie recht schnell wieder versöhnt.
Emmas erstes gesponnenes Garn mit Namen
"Zuckerstangengarn"
Eiderwolle
roter Konenfaden
Gewicht: wird nachgereicht
Lauflänge: wird nachgereicht.
Spinnrad: Louet S10 "Cruella"

Und Ich?
Ich bin eine Mama, die so stolz ist, wie der Spatz im Pferdeappel.
Hast Du gut gemacht, mein Herzenskind.

Dienstag, 16. Oktober 2012

Also wirklich...........

.........da schreibe ich großspurig, das Ende der Blogpause wäre erreicht und dann tut sich hier nix.
Sowas haben wir ja gerne! Erst großes Getue und dann Flötepiepen.
Tstststs....
Aaaber morgen habe ich wieder etwas vorzuweisen.
Ein Kuschelschal (kann frau eigentlich genug Schals haben?) ist justamente fertig geworden und dann habe ich noch etwas zu zeigen, daß nicht ich gewerkelt habe, sondern meine fast 7-jährige Tochtermaus..... *hachstolzbinwiebolle*

Aber dazu gibt es Morgen mehr. Jetzt bleibt nur noch die Frage:
Zuerst Schal oder zuerst Tochterwerkelei?
Denn zwei Posts an einem Tag wären doch ein wenig zu dekadent.

Freitag, 5. Oktober 2012

Ein schönes blaues Garn.....

.....aus Elkes Spinnstube ist hier eingetroffen.
Elke hatte unlängst eine Blogverlosung gemacht, bei der ich zu den glücklichen Gewinnern
gehörte.

Natürlich mußte ich unbedingt einmal Elkes schönes Wickelgarn ausprobieren und so bat ich sie um ein Garn in schönen Blautönen. Und das habe ich bekommen. Sieht es nicht ein bißchen nach Nordsee aus?

Es ist superweich, schön gewickelt und eine Mischung aus Baumwolle/Cashmere und ein wenig Seide. Angestrickt habe ich es auch schon, aber was daraus wird, das verrate ich noch nicht.

Liebe Elke, vielen Dank für das tolle Garn.

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Dandelion zum Geburtstag....

...... jetzt ist mein Geburtstag schon fast wieder einen Monat vorbei und nun will ich Euch noch gaaaaanz dringend ein wunderschönes Geburtstagsgeschenk zeigen. Barbara hat mir dieses wundervolle Tuch gestrickt. Seht Ihr die Perlen? Sie glitzern ganz toll am Hals. *grins* Das wird ein ganz fürstlicher Herbst werden, in dem ich so richtig glänzen werde.

Das Muster heißt Dandelion und ist von LilyGo. Der schöne Petrolton des Tuches passt im Übrigen ganz hervorragend zu meiner violetten Herbstjacke.

Liebe Barbara, vielen vielen Dank für dieses herrliche Tuch. Ich freue mich riesig darüber.
Danke auch, daß ich das Bild mopsen durfte, denn ich habe den schönen Farbton des Tuches einfach nicht in die Kamera bekommen.

Dienstag, 2. Oktober 2012

Knallrote Hände......

......hatte ich nach dem Spinnen und Verzwirnen des letzten Kammzuges an den ich mich gewagt habe. Der Kammzug sah so aus:
  Meine Hände hinterher so:
Ganz ehrlich? Das war nicht so dolle und ich habe mich auch nicht gefreut darüber. Beim Waschen des Stranges habe ich hinterher noch Essig zum Fixieren gegeben, aber das Waschwasser war trotzdem noch deutlich rot und es blieb auch rotes Farbsediment in der Waschwanne am Boden haften. So etwas ist mir noch nie passiert, zumal das bei meinem letzten Kammzug in Royalblau (aus dem gleichen, hier ungenannt bleibenden Färberhause) auch der Fall war. Nur sahen meine Hände danach blau wie ein Kobold aus.

Dem fertigen Garn hat es allerdings nicht sehr geschadet. Die Farben sind immer noch schön, aber nicht mehr ganz so kräftig, wie vor dem Bad. Das Garn ist sehr schön weich und wuschelig geworden. Zum Verzwirnen habe ich wieder das dunkelblaue Konengarn genommen, das schon beim letzten Garn zu Einsatz kam.
Die Lauflänge des Garnes habe ich noch nicht berechnet. Im Moment bin ich, was solche Daten angeht, irgendwie faul und mag nicht so recht in Wallung kommen.

Sonntag, 30. September 2012

Pulswärmer....

....sind fertig geworden.
So als Kleinigkeit zwischendurch ist diese Strickerei sehr zufriedenstellend und, wie ich finde, sehr kleidsam.

Diese Pulswärmer habe ich aus handgesponnener Wolle für ein liebes Menschenkind zum Geburtstag gestrickt. Die kalten Tage sind im Anmarsch und ich denke mir jeden Morgen, wenn ich meine Emma zur Schule begleite, das ich gut etwas für die  Handgelenke gebrauchen könnte.
 Die Rüschen dienen eigentlich nur dazu, den Pulswärmer schön an den Handrücken zu schmeicheln.
Diese hellblauen Pulswärmer waren die ersten, die mir von der Nadel hüpften und ich glaube, die behalte ich dann mal.
Der Garnverbrauch ist wirklich minimal und für Reste gut geeignet.

Anleitung für die schnellen Pulswärmer.
Größe Nadelspiel: 2,75
60 Ms anschlagen o. Maschenzahl teilbar durch 6.
(mein Garn hatte eine Lauflänge von ca. 330m/100g),
1-30 Rd.: 4re, 2li stricken.
Rd. 31: li
Rd. 32: 1re, zwei Ms aus einer herausstricken, usw. usf.
Rd. 33: li
Rd. 34: re
Rd. 35: mit linken Maschen abketten. 
Fertig vernähen.

Dienstag, 25. September 2012

Ein Weltenwanderer Cozy.......

Im Frühjahr diesen Jahres habe ich mit Michaela Weltenwanderer einen schönen Tausch vereinbart.Zusätzlich zum Tausch hatte mir Michaela eine ganz tolle Überraschung eingepackt.
Nämlich diese beiden schönen handgesponnenen und handgefärbten Garne.

Beide Garne sind eine Merino-Seide-Mischung. Michaela hatte zuerst die Kammzüge mit Orleanssaat und Cochenille gefärbt und dann versponnen. Auf den Zwirnfaden vom Currygelben Garn hat sie sogar Rocailles aufgezogen. Diese beiden wunderbaren Garne riefen geradezu nach einem schönen Projekt und so habe ich abgewartet, bis mir die richtige Idee kam.
Bei Ravelry habe ich dann die freie Anleitung für den So Cozy Warmer gefunden und mir gedacht, das dies genau das richtige Projekt für den beginnenden Herbst und für die schönen warmen und weichen Garne ist.
Also habe ich wacker drauf los gestrickt. Für den Halsabschluß habe ich noch eines meiner gesponnenen Garne in einem blau/beige/grün genommen.
Jetzt friere ich nicht mehr, habe es schön kuschelig und trotzdem sind die Unterarme frei (sehr wichtig).
Im Übrigen passt die Kette mit dem schönen Anhänger perfekt zum Cozy, da der Anhänger von Andreas Weltenwanderer aus Zinn gegossen wurde. Ich habe diesen Anhänger so gern, daß ich ihn praktisch jeden Tag trage.

Vielen Dank an Euch für diese schönen Sachen. 
Sie machen mich glücklich.

Sonntag, 23. September 2012

Mit Dahlien gefärbt......

Am letzten Sonntag waren wir bei meinen Schwiegereltern zu Besuch.Dort durften wir auch, wie jedes Jahr, den ganzen Stolz meiner Schwiegermutter bewundern: Ihr blühende Prachtreihe voller Dahlien. Sie trennen jedes Jahr mit ihrem Grün und mit ihrer Blütenpracht den Nutzgarten optisch vom Rasen mit den Apfelbäumen. Meine Schwiegermutter hat ihre Dahlienknollen noch von ihrer Schwiegermutter übernommen und pflanzt sie bereits seit über 40 Jahren getreulich ein und wieder aus. Wenn ich bedenke, daß die Knollen schon locker 50 oder 60 Jahre alt sein müssen, dann kann ich nicht umhin zu denken, daß meine Schwiegermama einen sehr großen Gartenschatz hegt.

Meine Schwiegermutter hat zwei Dahliensorten. Meine Lieblingsdahlien haben einen Blütenkelch so groß wie ein Kuchenteller mit rosafarbenen Blütenblättern, die an den Spitzen leicht gedreht sind. Leider habe ich im Moment keine Fotos von den Blumen.
Dann hat sie auch etwas kleinere Dahlien mit gelben Blütenblättern die rote Spitzen haben.
Aus diesen gelben Dahlienblüten habe ich einen Farbsud hergestellt.
Meine Emma durfte sich einen Dahlienstrauß mitnehmen und als die Blumen fast verwelkt waren, habe ich sie in Beschlag genommen.

Aus 7 Dahlienblüten habe ich dann zwei Züge Wolle gefärbt. Die Wolle ist keine reine Schurwolle, sondern eine Mischung aus 51% Schurwolle und 49% Poly, daher sind die Farben nicht so intensiv, wie auf reiner Wolle.
 
Links der 1. Zug:
100g Rellana Gloria
Beize: Alaun
Farbe: dunkles gedecktes Orange

Rechts der 2. Zug
100g Rellana Gloria
Beize Alaun
Farbe: helles Apricot

Samstag, 22. September 2012

Etwas dümmlich ist es........

......wenn Frau Fadenwirkerin mit der ganzen Familie zu den Stadtmeisterschaften im Schwimmen geht und dann feststellt, daß die Stadtmeisterschaften erst in der nächsten Woche sind und am heutigen Tage ein ganz normaler Trainingstag für Emma ist.

Gut daran ist, daß der extra für die Cafeteria gebackene Kuchen nun von Familie Fadenwirkerin im Alleingang verspeist werden darf. *mjam*

Ach was soll's. Die Aktion war für einen fetten Lacher gut................

Herr Blechbläser meinte noch, daß die Generalprobe heute reibungslos geklappt hat und das wir nun für den Ernstfall am nächsten Samstag gerüstet sind..

Freitag, 21. September 2012

Bfl in Royalblau.....

Am letzten Sonntag ist mir beim Spinntreffen ein schönes Garn vom Spinnrad gehüpft.
Ein schöner weicher Kammzug Bluefaced Leicester in einem strahlenden leuchtenden Royalblau.
Ich habe es etwas dicker ausgesponnen, so das ich auf eine Lauflänge von ca.145m per 100g komme.
Verzwirnt habe ich das ganze mit einem dunkelblauen Konengarn.

Donnerstag, 20. September 2012

Der Schulterriemen........

....wächst und gedeiht. Aber alles im Schneckentempo. Ich merke, daß diese Art Handarbeit nicht meine Lieblingsarbeit ist und so mache ich auch noch ein paar andere Dinge nebenher, weil mich gerade die akute Starteritis überfällt. Außerdem erwarte ich bald ein wunderwolliges Wanderpaket in diesen heiligen Hallen und so müssen noch einige Tauscharbeiten gewerkelt werden.

Aber zurück zum Schulterriemen:
Die Technik nennt sich Fingerweben (finger weaving) und ist recht einfach in der Theorie. Ich habe einige Fäden in den benötigten Farben und in der benötigten Länge. Die Fäden dienen gleichzeitig als Kette und auch als Schuß. Ich kann mich erinnern, daß ich als Schulmädel auf diese Art und Weise Freundschaftsbändchen gewebt habe.
Für den Schulterriemen habe ich insgesamt 48 Fäden genommen. Die Kettlänge beträgt 260cm. Ich hoffe, daß ich damit auskommen werde. Wenn nicht, dann werdet Ihr meinen Aufschrei bis zu den Anden hören können. *grins*

Für das größte Problem, der Knotendaddelei an den Fadenenden, habe ich eine Lösung gefunden. Noch am Sonntag beim Spinntreffen stand ich recht ratlos da und eine liebe Mitspinnerin und eine von den Weberinnen haben sich an meinem sturen münsterländer Dickkopf die Zähne ausgebissen mit ihren Lösungsvorschlägen.
Nun ja, wenn der Esel nicht will, weil er nichts kapiert, dann will er nicht und so habe ich meine eigene Lösung finden müssen. Die funktioniert allerdings auch sehr gut, wie ich betonen möchte.
Das Muster ist ein wenig unregelmäßig, weil ich die Spannung nicht immer einheitlich habe, aber es wird mit jedem Zentimeter besser.

Samstag, 15. September 2012

Der Gute-Laune-Beutel ist fertig........

 .........es fehlt nur noch der Schulterriemen und auch den habe ich schon in Angriff genommen.
Ich muß sagen, daß ich tooootaaaal verliebt bin in meine eigene Arbeit. Irgendwie auch eine Form der Selbstbeweihräucherung (die ja bekanntlich stinkt) aber ich habe den Beutel andauernd in den Händen, drehe und wende ihn, mache ihn auf und zu und freue mich wie Bolle.

Das Zugband habe ich aus 15 Fäden geflochten und die Quasten sind natürlich ebenfalls aus dem gleichen Baumwollgarn gebunden. Dabei habe ich festgestellt, daß ich die Quastenbinderei einfach nicht leiden mag. Blöde Arbeit.

Hier nochmal das vergnügliche Muster in seiner ganzen Ausdehnung. Für das Zugband habe ich einfach eine Lochreihe eingehäkelt und als Abschluß habe ich ein kleines Krönchen aus einfach genommenen Faden gehäkelt.
Die Maße des Beutels sind:
Durchmesser Bodern: ca. 22cm
Höhe bis über Krönchen gemessen: ca. 33cm

Der Garnverbrauch ist bis jetzt erstaunlich gering und daher sind die Materialkosten auch verträglich.
Die genaue ungefähre Aufstellung des Garnverbrauchs werde ich posten, wenn der Schulterriemen auch fertig ist.
Den Riemen kann ich jetzt, dank meiner Lieblingsamala  
(Ein Hoch auf Dich, Du unglaublich einfühlsames Menschenkind!) 
auch in der richtigen Technik herstellen.
Dazu mehr im nächsten Taschenpost.

Freitag, 14. September 2012

"Mamaaaaa, kann ich heute......

.......bei Inge schlafen?"
"Ja, natürlich darfst Du. Es ist Wochenende."
"Können wir dann auch schon mal alles vorbereiten?"
Ich schaue auf die Uhr: 13:55 Uhr. Nun ja. Ein bißchen früh, aber an mir soll es nicht liegen.
Natürlich dürfen sie schon mal alles vorbereiten.
Allerdings muß das Mädchen für Alles (also: ich) mithelfen.
Die Anweisung zur Arbeit kommt kurz und knackig mit hervorspießendem Zeigefinger:
"Mama!" Unwillkürlich straffe ich mich und bin empfangsbereit für die töchterlichen Befehle:
"Du mußt aber die Matratze aus dem Bett heben! Da habe ich mir schon mal den Fuß verknackst!"
Hach ja, welch' Ungemach für meine Tochter. Ob mein Rücken das mag, die Matratze aus dem Hochbett zu heben, ist allerdings völlig bedeutungslos.
Nachdem die Matratze auf dem Boden liegt werde ich huldvoll von Emma entlassen:
"Du darfst Dich jetzt entfernen!"
Oooooohhhh! Daaaanke Eure Majestät!
Dabei fällt mir jetzt gerade ein, daß ich noch ein Dankeschön einfordern muß bei meiner Bande......

Mittwoch, 12. September 2012

Auf dem Spinnrad......

....habe ich im Moment einen schönen Kammzug in blau und rot. Die Faser ist Merino mit Seide, wenn ich mich recht erinnere.
Ich habe mich dazu entschieden, ihn auf dem Louet zu einem Single zu verspinnen. Ich denke, daß werde ich auch zum nächsten Spinntreffen am kommenden Sonntag mitnehmen. 
Irgendwie hat das Louet nach längerer Zeit wieder gelockt. Das ist schon komisch. Da steht es wochenlang völlig unbenutzt im Büro und kein Hahn kräht nach dem Spinnrad und eines Tages gehe ich daran vorbei und dann lockt es mich so stark, daß ich am gleichen Tag noch einen Kammzug anspinnen muß.